Exkursion der 10ten Klassen zur KZ Gedenkstätte nach Dachau

Nachdem sich die Schüler der 10. Klassen bereits in den letzten Wochen intensiv mit dem 3. Reich im Unterricht beschäftigt hatten, konnten sie sich am 25.05. mit dem Schicksal der Häftlinge in Dachau auseinandersetzten.

Das KZ Dachau, welches 1933 zuerst als Ort für politische Gefangene genutzt wurde, nahm in den Folgejahren auch Homosexuelle, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und Juden auf. In dem für 5000 Gefangene ausgelegtem Lager waren zeitweise bis zu 45.000 Menschen gleichzeitig inhaftiert. Insgesamt hatte das KZ zwischen 1933-1945 ca. 200.000 Gefangene und war somit eines der größten KZs im Deutschen Reich. Es galt als ein Muster-KZ, in dem auch die Vergasungsanlagen entwickelt und erprobt wurden, die später in Ausschwitz zur Massenvernichtung zum Einsatz kamen.

Unsere Schülerinnen und Schüler setzten sich im Rahmen einer Führung mit dem Schicksal der Gefangenen auseinander, von denen im KZ Dachau über 40.000 Menschen ermordet wurden.

Nach dem Besuch hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit ihre Gedanken zu dem dort Gesehenen schriftlich zu äußern. Hier einige Beispiele ihrer Gedanken.

„Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, es war sehr informativ und ich habe viele neue Dinge gelernt, die ich vorher noch nicht wusste.“

„Es gab viele – vor allem qualvolle – Tötungsmethoden“

„Wie grausam die Zeit damals war und dass wir aufpassen müssen, dass sowas nicht mehr wieder passiert“

„Mich hat es zum Teil sehr erschreckt, wenn man selbst in so einer Baracke steht und man sich vorstellt, da mussten die Menschen drin Leben.“

„Ich habe durch Dachau mitgenommen, dass sowas nicht in Vergessenheit geraten soll, dass sowas nie mehr wieder passieren soll und dass man sich fragt, wie das jüdische Volk sowas verzeihen konnte.“

„Es ist auch viel schlimmer darin gewesen, als es der Eingangsspruch (Arbeit macht frei) sagt und der Name Konzentrationslager.“

„Das Thema KZ hat mich anfangs kaum interessiert, da ich mir sowas nicht bildlich vorstellen konnte. Nach dem Ausflug kann ich diesen Schmerz der Juden sehr stark spüren und was sie damals durchlebt haben.“

„Das KZ gab mir aber auch den „Schub“ die Augen in der Welt zu öffnen. Wir können nichts dafür, was passiert ist, aber jeder Mensch auf der Welt sollte einen Teil dazugeben, dass wir in einer Welt ohne Hass, Ausgrenzung und Rassismus leben.“

„Im Allgemeinen fand ich es einfach interessant zu sehen, wie sie dort gelebt haben. Wenn man das Alles mal in echt gesehen hat, wird einem klar, wie schlimm das eigentlich war.“

„Man sollte hinschauen, nicht wegschauen!“

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